Mama spart, oder: Tipps für junge Mütter #3

„Ich pflege im Klassenzimmer vor einer Kapitalanlage im Wert von einer Siedlung Einfamilienhäuser zu stehen“, war ein beliebter Scherz meines einstigen Sozialkundelehrers.

Meine Eltern schlagen seit ich denken kann in dieselbe Kerbe, wann immer die Brut sich nicht ganz erwartungskonform verhält: „Eure Erziehung hat Tausende gekostet, und was hat’s gebracht?“ (Hört Ihr den resignierten Seufzer im Nachklang?)

Schulisch und familiär derart instruiert wusste ich also, als sich ein zweiter Streifen auf dem Schwangerschaftstest abzeichnete: Das wird teuer.

Und es zeigt sich: Die Erwachsenen hatten ausnahmsweise mal recht.

WO geht das Geld hin?

In meinem Portemonnaie hat es eine erstaunliche Halbwertszeit: 40 € werden 20 werden 10 werden 5 werden Zwofuffzig, so schnell kann selbst Polina Semionova keine Piqués durch die Diagonale drehen.

Deshalb spart Mutti jetzt in den Bereichen Tanzkleidung Kinderkleidung und Spielzeug.

Kinderklamotten halten beispielsweise beträchtlich länger, wenn man sie einfach großzügig einige Nummern größer kauft. Statt altersgemäßer Größe 86 trägt das Kind also eine Matschhose in 98. Sitzt so locker auf der Hüfte, dass die Leute auf dem Spielplatz beim Anblick des wankenden gelben Gummi-Ungetüms, aus dem irgendwo ein Kopf ragt, fragen: „Wo will denn die Matschhose mit dem Kind hin?“

Das Geheimnis: Krempeln, krempeln, krempeln, bis irgendwo wieder ein Körperteil rausguckt.

Als richtig pfiffig und wahrer Sparfuchs erwies sich dann letzte Woche mein Mann, als wir um sechs wunderschöne, aber vom Nachwuchs rücksichtslos zerfledderte Wimmelbücher trauerten. Er schleppte als kostenlosen Ersatz einen dicken Katalog eines großen Online-Modehauses an, und bis Töchterchen da alle Schühchen entdeckt hat („EH!“), ist Weihnachten. Dieser Tipp ist also auch zeitökonomisch sehr zu empfehlen!

Der so erwirtschaftete Reichtum wird selbstredend sicher angelegt.

Ich habe da ein tolles Trikot gesehen.

Das werde ich freundlicherweise eintanzen und dann für die Tochter zurücklegen.

Sie wird ausflippen.

Besonders, wenn sie sich doch für Gewichtheben entscheidet.

:)

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8 thoughts on “Mama spart, oder: Tipps für junge Mütter #3

  1. Ich hab übrigens den ultimativen fast kostenlosen Spielzeugtipp: In ein leeres Nutellaglas oben einen Schlitz in der Größe der Babygläschendeckel geschnitten. Und dann dem Kind zahlreiche Deckel in die Händchen gedrückt. Wenn wir uns Freitags mit den Muttis treffen ist das der Renner. Bei fast 2-jährigen wohlgemerkt. Jetzt gibts nur ein Problem, wer isst bei uns das Nutellaglas leer ? Ich esse schon mind. 6 Wochen dran und obwohl ich ein Schokojunkie bin tu ich mir schwer :-) Hach, Augen zu und rein mit der Nussnougatcreme, beschert mind. 20 min. Auszeit :-D

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