Alternative Rollenangebote, oder: Tipps für junge Mütter #2.

Nachdem mein erster Tipp für junge Mütter darin bestand, alle – mich selber eingeschlossen – vor die Tür zu befördern („RAUS!“), präsentiere ich heute Tusch! Tipp #2.

Werte Damen, haltet Euch stets alle Optionen offen!

Am Anfang der Karriere als Mama steht die graue Theorie. Man ist also schwanger mit dem ersten Kind. Das bringt Veränderungen mit sich, und Helfer sind auch sofort dienstbar zur Stelle: Medizinisches Fachpersonal, Bücher, Zeitschriften und die beleibte Grosstante väterlicherseits geizen nicht mit Ratschlägen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Mutterschaft. Man liest, hört zu, liest, hört zu, fragt, liest weiter, und indessen wächst der Bauch, bis man sich fragt, ob das mit der Statik weiter so hinhauen kann. Nach idealerweise 37 bis 42 Wochen ist man ausreichend vorgebildet und darf in den Kreißsaal.

Man hat nämlich entschieden: Das Kind soll möglichst spontan in der Klinik auf die Welt kommen. Das Kind hält allerdings nicht viel von spontan und braucht Nachhilfe. (Oh Gott! Jetzt schon!) Stimmlich ist es, einmal draußen, allerdings ganz vorn mit dabei und macht nachts solange Party im Familienbett, bis nach drei Wochen alle auf dem Zahnfleisch kriechen. Das Kind muss ins Kinderzimmer, so muckelig der Gedanke an die ganze Sippe im kuscheligen Bett auch gewesen sein mag. Ohne Fans ist Party langweilig, befindet der Nachwuchs, ignoriert die zehn wohldrapierten, zahnfreundlichen Schnuller, schnappt sich den Daumen und pennt ein. Ja, es lutscht am Daumen. Dafür klappt das Stillen prima. Sehr lange. Zu lange? Eigentlich hatte man nicht geplant, so lange dabeizubleiben, aber nun hat es sich so ergeben.

In der Rückschau, so zieht man irgendwann Bilanz, ist es also nicht unbedingt so gelaufen, wie man sich das gedacht hatte.

Deshalb ist ein Plan gut. Ein flexibler Plan ist noch besser.

Zum Glück gibt es Alternativen!

Und deshalb wird das Kind trotz Baggybesitzes fröhlich weiter in der Trage herumgeschleppt. Da kann die beleibte Grosstante väterlicherseits solange den Kopf schütteln, wie sie will.

Bewegung kann ihr schließlich nicht schaden.

:)

PS: Aufgrund von Nachfragen: Obiges Baby-Szenario ist ein fiktives. Ich selbst habe keine Erfahrungen mit Langzeitstillen, kann aber auf Julia verweisen, die ihre Erfahrungen und Gefühle in diesem empfehlenswerten Post beschreibt.

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4 thoughts on “Alternative Rollenangebote, oder: Tipps für junge Mütter #2.

  1. Bei uns klappt das mit der gesamten Sippe im kucheligen Bett zum Glück. Aber dit Kind macht auch immer wieder mal Party. Ick feiere dann einfach mit. Das macht es einfacher so nachts um drei ;-)

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