Mama takes center stage! (Baby krabbelt irgendwo im Hintergrund.)

“Die Überschrift übertreibt, logo. Ich stand heute auf überhaupt keiner Bühne, schon gar nicht mittig. Aber ich war heute egoistisch. In einem Anflug “elterlichen Ungehorsams” (Tollfrauboecker) hatte ich heute vormittag einfach keine Lust auf Babytainment.

Beim Frühstück hatte ich noch mitgespielt und sieben Mal den O-Ball und fünf Mal einen grünen Duplo-Stein aufgehoben. Bereits bei Klebepunkt Nummer drei bemerkte ich danach erste Ermüdungserscheinungen. Und dann. Entdeckte ich. Das Buch.

Vor Wochen bestellt, von Ferne auf der Kommode bewundert, jetzt sehnsüchtig herbeigesehnt in meine Hände. Ich griff danach. Es roch nach Abenteuer.

“So, Baby, heute ist Animationsprogramm light. Hier hast Du diverse Reißverschlüsse, Deine Spieluhr und Duplosteine. Bau was Feines. Mama hat zu tun.” Das Baby guckte skeptisch und versuchte in einem Akt von Rebellion, den Klebepunkt zu verspeisen.

Ich nahm auf dem Sofa Platz. Ungläubig krabbelte das Kind vor mir auf und ab. Rüttelte dann an der Stehlampe. Zog an den Vorhängen. (Kennt Ihr Simon’s Cat? Genau so!) Ich tat so, als bemerkte ich nichts. Schließlich näherte es sich (strategisch clever in weitem Bogen) dem verbotenen Schrank. Ein verstohlener Blick zu mir. Ein Griff mit der kleinen Hand zur unteren Tür. Noch einmal ein verstohlener Blick zu mir herüber.

Fast wäre ich eingeschritten. Ich entschied mich, sie gewähren zu lassen.

Ihr Entzücken war grenzenlos.

Meine Lese-Session hat mich später eine halbe Stunde Sortiererei gekostet.

Aber ihren rosigen Wangen beim Mittagsschlaf und meiner beschwingten Laune nach der Lektüre zufolge hat es sich gelohnt”, …

… denke ich. Wie organisiert Ihr Euch kleine Auszeiten am Tag?

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8 thoughts on “Mama takes center stage! (Baby krabbelt irgendwo im Hintergrund.)

  1. Was hilft? Ignoranz, Blickkontakt vermeiden! Wenn Baby/ Kleinkind/ Kind/ Teenager nicht guckt, kurz sicherstellen, dass keine Gefahr für Leib und Leben droht und dann weitermachen, mit dem was MAMA gerade möchte. Heute morgen wird Mama frühstücken mit einer Freundin im Mutterschutz (warum krieg ich keinen mehr, ich hab ihn nötiger…) was meine Kinder tooootal ungerecht finden, weil sie zur Kinderarbeit müssen, aber: siehe oben!

  2. Das hast du SEHR gut gemacht! :D
    So kleine Auszeiten braucht man einfach hin und wieder, Rund-um-die-Uhr-Bespaßen geht einfach nicht. Bei uns dient dafür ein ausgemustertes Handyladekabel. Paul weiß, dass er nicht mit Kabeln/Steckdosen usw. spielen darf – und ist deshalb natürlich total scharf darauf. Dieses Kabel taucht dann hin und wieder auf und Paul spielt ganz ruhig und heimlich damit, bis ich es ihm nach Ende der mama-Auszeit pseudo-entrüstet abnehme. :) Funktioniert einwandfrei!

    Alles LIebe
    deine
    Julia

    1. Liebe Julia, vielen Dank für Deinen Kommentar. Es tut immer gut zu hören, dass auch andere Mamas ihre Tricks anwenden, um sich kleine (oder größere Freiräume) zu schaffen. Wir haben schließlich unsere Hobbys und Interessen nicht im Kreißsaal liegengelassen. Zum Glück gibt’s Ladekabel und “verbotene” Schränke. :) Viele liebe Grüße, Anne

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